Verkehr raus – Verantwortung rein: Was uns die A100-Pressekonferenz wirklich sagt

Auf der Pressekonferenz zur Teilsperrung der A100 betonten Senat und Autobahn GmbH die enge Zusammenarbeit und die Bedeutung der Maßnahme für die Sicherheit. Was im Fokus stand: Statik. Was fehlte: echte Antworten zum Anwohnerschutz.

Laut offizieller Aussage soll der Verkehr „auf der Autobahn gehalten“ werden. Und tatsächlich: Eine provisorische Spur wurde eingerichtet – allerdings nur für PKW. Schwerlastverkehr über 3,5 Tonnen muss weiterhin durch die Stadt. Für unsere Straße bedeutet das: Durchfahrt, Tag und Nacht.

Umleitungen für LKW? Angeblich über die A10. Nur merken wir davon nichts. Im Gegenteil: Die Königin-Elisabeth-Straße ist so voll wie nie. Lärm, Abgase, Schlaflosigkeit.

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf steht dabei klar an unserer Seite und fordert selbst deutliche Maßnahmen. Doch der Berliner Senat verweist auf die Autobahn GmbH – und diese wiederum erklärt sich für unsere Straße nicht zuständig. Verantwortung? Fehlanzeige.

Wir als Anwohner*innen fragen: Wer schützt unsere Gesundheit? Wer steuert den Verkehr wirklich? Und warum passiert so wenig, obwohl der Umleitungsverkehr vorhersehbar war?

Wir fordern ein klares Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr durch Wohnstraßen – und ein Verkehrskonzept, das nicht nur den Autobahnabschnitt im Blick hat, sondern die Menschen, die darunter leiden.

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