Vor über sechs Wochen fand die Pressekonferenz zur Sperrung der A100 statt. Damals hieß es: Der Verkehr soll „nicht durch die Stadt“, der Schwerlastverkehr werde „auf die A10 gedrängt“ und Wohngebiete „entlastet“. Doch in der Königin-Elisabeth-Straße ist davon bis heute wenig zu spüren.
Dirk Normann, Autobahn GmbH:
„Wir wollen den Verkehr nicht durch die Stadt bringen.“
„Wir wollen alle LKWs auf den Außenring drängen.“
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität:
„Natürlich immer unter Berücksichtigung der Anwohnerinnen und Anwohner und der Wohngebiete.“
Statt Entlastung wurde die Königin-Elisabeth-Straße zur Nahumfahrung erklärt – offiziell. Der Schwerverkehr rollt seitdem mitten durch ein Wohngebiet, rund um die Uhr. Die angekündigte Kontrolle? Bisher kaum sichtbar. Die Folge: Lärm, Abgase, Schlafstörungen, Erschütterungen.
Was wir erleben, passt nicht zu den politischen Aussagen. Die Verantwortung wird weitergeschoben – zwischen Autobahn GmbH, Berliner Senat und Bundespolitik. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bemüht sich – aber ohne Zuständigkeit für die übergeordnete Verkehrslenkung bleibt ihm wenig Spielraum.
Wir fragen:
– Warum fahren noch immer so viele LKW durch Wohngebiete?
– Wann beginnt endlich wirksame Kontrolle?
– Und wer übernimmt endlich Verantwortung für den Schutz der Anwohner*innen?
👉 Unsere Forderung bleibt: Durchfahrverbot für schwere LKW – mindestens nachts!
👉 Jetzt Petition auf WeAct unterschreiben und weiterverbreiten
